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Bereits 982 wurde Meiningen erstmals im Zusammenhang mit königlichem Besitz (Otto II.) urkundlich erwähnt.

Nach Verleihung der Stadtrechte 1153 befestigte man die Stadt durch den Bau einer Stadtmauer. 1673 erfolgte dann ein umfangreicher Ausbau der Befestigungen, ab 1778 wurden die Befestigungen geschliffen und das Gelände wurde bebaut bzw. in Gärten verwandelt. Ende des 15.Jh. (1475 und 1478) wüteten in der Stadt verheerende Stadtbrände, denen große Teile der mittelalterlichen Bebauung zum Opfer fielen.

Der wirtschaftliche Aufschwung Meiningens nach 1150, der vor allem durch die Barchentweberei (Baumwollflanell) und Färberei begründet war, ließ die Einwohnerzahl auf ca. 2.000 ansteigen. Die zu dieser Zeit neu entstandenen repräsentativen Bürgerbauten (Fachwerkhäuser) zeugten vom Wohlstand Meiningens.

Um 1600 hatte Meiningen etwa 4.000 Einwohner. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) war die Einwohnerzahl auf etwa 1.300 dezimiert. Erst im Jahr 1803 hatte die Stadt wieder 4.125 Einwohner.

Nach der Gründung des Herzogtums Sachsen - Meiningen (Ernestinische Erbteilung) wurde Meiningen 1680 Residenzstadt. Ab 1821 entstand als erste große Stadterweiterung die Bernhardstraße, 1829 bis 1831 wurde das herzogliche Hoftheater erbaut.

 
Sicht auf Meiningen 1910 

Im Jahr 1874 waren nach dem großen Stadtbrand drei Viertel der Altstadt vernichtet. In den Folgejahren wurde die nördliche Innenstadt im klassizistischen Stil nach den damals fortschrittlichsten städtebaulichen und hygienischen Richtlinien neu geordnet und wieder aufgebaut. Das Straßennetz erhielt neue Namen, es folgten Stadterweiterungen in alle Richtungen.

Im Jahr 1880 hatte Meiningen bereits 11.227 Einwohner, 1900 waren es 14.518, um 1900 über 19.000.  

Nach dem Brand des Hoftheaters 1908 konnte schon im Jahr 1909 der monumentale Neubau im neoklassizistischen Stil (Architekt: Karl Behlert) eingeweiht werden.

Theater

1945 wurden durch einen Bombenangriff Teile der Stadt zerstört, darunter die komplette Häuserzeile auf der Westseite des Marktplatzes mit dem neugotischen Rathaus. 

Von 1970 an begann im Nordosten der Stadt die Verwirklichung eines umfangreichen Neubauprogramms in Großplattenbauweise, das Wohngebiet Jerusalem entstand. Gleichzeitig verfielen jedoch die Häuser in der Altstadt. Auch hier gab es weit reichende Pläne, große Teile der Innenstadt mit Plattenbauten zu bebauen. Diese Bestrebungen wurden durch die politische Wende gestoppt.

Seit 1990 legt die Stadt ihr Hauptaugenmerk auf die Stabilisierung und stetige Weiterentwicklung der historischen Altstadt.

Darüber hinaus wird Meiningen wesentlich geprägt durch seine vielfältige Kultur, die mittlerweile weitaus mehr umfasst als das über deutsche Grenzen hinaus berühmt gewordene Meininger Theater sowie die Meininger Museen in Schloss Elisabethenburg, die neben ständigen Ausstellungen auch das Max-Reger-Archiv. Sehens- und erlebenswert sind vor allem auch zwei Kunstgalerien, ein Theatermuseum, das einzigartige Originale der europäischen Theatergeschichte beherbergt, das Literaturmuseum im "Baumbachhaus" sowie weitere zahlreiche kulturelle Höhepunkte mit über 400 Veranstaltungen im Jahr.

Heute leben ca. 21.000 Menschen in Meiningen und genießen die reizvolle Atmosphäre im Spannungsfeld von Natur, Geschichte, Kunst und Kultur.

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